Rohstoffe

Wenn du kreativ sein möchtest, brauchst du ein gut gefülltes Rohstofflager. Die Rohstoffe für die re:creativ-Projekte sind wertvoll aber kostenlos: Unser alltägliches Leben sorgt dafür, dass wir stets mehr als genug davon haben. Wir müssen nur die Augen aufmachen und öfter mal den Blickwinkel ändern – dann verwandelt sich unser vermeintlicher Müll in das Ausgangsmaterial für etwas ganz Neues, Einzigartiges, Individuelles, Nachhaltiges, …

kronkorken

Als kleine Anregung für dich, den Blickwinkel einfach mal zu verändern, soll die folgende – immer wieder ergänzte – Rohstoffliste dienen. Alphabetisch sortiert findest du hier die Ausgangsmaterialien, aus denen all die Projekte von re:creativ entstanden sind – wenn du den Link hinter den einzelnen Materialien anklickst, zeige ich dir die passenden Ideen dazu.

Naturmaterialien

Blütenblätter

Getrocknete Blütenblätter eignen sich wunderbar, um damit z.B. Ostereier, Schachteln, Kugeln oder sogar Porzellan zu verzieren. Am besten lassen sie sich verarbeiten, wenn sie gepresst sind – also rechtzeitig sammeln, pressen und luftdicht verschlossen aufbewahren, bis sie zum Einsatz kommen. Einige Blüten verblassen bei Tageslicht jedoch mit der Zeit, andere wie z.B. Mohnblüten, Sonnen- oder Ringelblumen scheinen ewig zu leuchten. Hilfreiche Hinweise zum Thema „farbecht“ finden wir in Büchern und Webseiten, die sich mit Pflanzenfarben beschäftigen wie z.B. diese Liste von 117 Färberpflanzen (bei der Mehrheit dieser Pflanzen sitzen die Farbstoffe jedoch nicht in erster Linie in den Blüten sondern in Blättern oder Wurzeln).

Auch mit getrockneten, gemahlenen Blütenblättern kannst du interessante Effekte erzielen. Du kannst das Pulver zum Beispiel mit Wasser (mit oder ohne Natron), Essig, Leim oder weißer Farbe verrühren und dann damit aquarellieren oder malen. Auf Klebstoff aufgestreutes Pulver ergibt einen samtigen Überzug z.B. auf Ostereiern.

Eier

Ostereier müssen für mich echt sein – Kunststoffeier kommen mir nicht ins Haus und auch nicht in den Garten. Das Auspusten der Eier geht ganz leicht, wie ich finde, mit Hilfe eines Trinkhalms (ich benutze einen aus Glas): Oben und unten vorsichtig ein Loch in das Ei stechen – ich piekse zunächst mit dem Eierpiekser vor, dann kommt eine Stopf- oder Rouladennadel zum Einsatz. Die Nadel muss lang genug sein, um nun im Inneren des Eis das Eigelb aufzustechen, damit es besser flutscht. Das untere Loch jetzt etwa erbsengroß erweitern, den Trinkhalm auf das obere Loch setzen und pusten (die Schüssel darunter nicht vergessen). Das Ei mehrfach mit Wasser ausspülen und gut trocknen lassen – das kann durchaus ein paar Tage dauern (je nachdem, wie groß das Loch ist und ob ein Heizkörper mithelfen kann).

Papier

Illustrierte

Illustrierte, Zeitungen und Zeitschriften bieten eine reichhaltige Quelle an Mustern, Motiven und verschiedenen Farben. Damit können wir vieles farbig verzieren oder dekorieren, ohne selber zu Pinsel und Farbe greifen zu müssen – die Farben sind ja schon da. Ich werfe keine Zeitschrift weg, ohne sie vorher nach brauchbarem Material zu durchforsten. Meine Schätze bewahre ich nach Farben sortiert in Schubladenboxen aus Papier auf.

Seidenpapier

Seidenpapier finden wir häufig als Verpackungsmaterial – meist in grau, braun oder weiß. Farbiges Seidenpapier gibt es vom Blumenhändler (wenn der Blumenstrauß hoffentlich nicht in Kunststofffolie gewickelt wird). Seidenpapier ist besonders gut geeignet, um Gegenstände mit Papier zu kaschieren – es schmiegt sich hervorragend an jede Form an und lässt sich faltenfrei verarbeiten. Dafür aber nicht geeignet ist farbiges Seidenpapier, das es für den Hobbybereich zu kaufen gibt – es „blutet“ sehr stark aus, sobald es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt und färbt dann auf alles ab.

Zeitschriften, Zeitungen

siehe -> Illustrierte

Pappe

Eierkarton

Eierkartons gehörten lange Zeit nicht zu meinen bevorzugten Upcycling-Materialien – irgendwie fand ich die mir bekannten Bastelideen immer zu kitschig bzw. kindlich. Doch mittlerweile sammele ich (insbesondere farbige) Eierkartons nicht nur, um meine Ostereier darin aufzubewahren. Mein Eierkarton-Einstiegsprojekt waren die schlichten aber wirkungsvollen Serviettenringe und Blüten als Tischdeko. Es werden sicher weitere folgen.

Pappkarton

Pappkartons kommen mir regelmäßig ins Haus, da ich ohne Auto in einem Dorf im Harz lebe und deshalb viele Dinge per Post bei mir landen. Ich liebe das Material, denn es ist unglaublich vielseitig und für tolle Projekte geeignet. Insbesondere, seit ich das Buch „Catch, Cut & Fold“ des Designerduos SOSUMI besitze, ist kein Pappkarton mehr vor der Zweitverwertung durch mich sicher. Die Inspiration durch dieses Buch hat mir bereits viele nützliche Dinge beschert – ob Sitzhocker, Tablett, Aufbewahrungskisten, Regale, Tablet-Mappe, Schubladen-Organizer etc.: alles aus Pappe, superpraktisch und superstabil.

Textiles

Spitze und Spitzenborten

Abgetragene Kleidungs- oder Wäschestücke, die mit Spitzen verziert sind, sind eine hervorragende Quelle für außergewöhnliches Dekomaterial: Die Spitzen werden einfach abgetrennt und gesammelt. Bei Bedarf mit einer scharfen Schere passende Motive/Teile aus den Spitzen herausschneiden und zum Bekleben verschiedener Objekte verwenden.

Spitzenborten findest du oft auf dem Flohmarkt oder in den Reste-Angeboten von Kurzwaren-Händlern (auch in Online-Shops). Sie eignen sich wunderbar als Geschenkbänder, zum Verzieren von Gläsern, Schachteln und Dosen, zum Drucken/Stempeln oder als tolles Material, um z.B. Geschenkpapier mittels Durchreibe- oder Frottage-Technik zu gestalten.

Verpackungen

Kaffeetüten

Wenn ich von „Kaffeetüten“ spreche, dann meine ich die Tüten, in denen sich z.B. 1000 g Bio-Kaffee, ganze Bohne, befinden. Das Besondere an diesen Kunststoff-Verpackungen ist, dass deren Innenseite silberfarben ist (mal eher matt, mal glänzend), sie sehr stabil bzw. reißfest sind, dabei aber äußerst flexibel bleiben. Mit diesen Tüten lassen sich überraschende Dinge herstellen – die vor allem deshalb überraschen, weil kaum jemand weiß, wie diese Tüten von innen aussehen. Auf Anhieb kommt jedenfalls meist niemand auf die Idee, dass die silber glänzenden Dinge aus „Müll“ gemacht sind.

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