YROMEM: Geschenk für den Abschied in den (Un)Ruhestand

Gehirntrainer selbstgemacht

Wer rückwärts lesen kann, ist im Vorteil: Das berühmte Gedächtnisspiel (mit dem Ziel, verdeckte zueinander passende Kartenpaare zu finden) aus dem Hause Ravensburger heißt von hinten nach vorn gelesen „yromem“. Da der Verlag den Namen des Spiels gesetzlich geschützt hat, darf er in der Vorwärts-Version von Nachahmern nicht benutzt werden. Das macht aber nichts. Schließlich soll dieses Spiel ja die Gehirnzellen in Schwung bringen (oder halten) – und Rückwärtslesen ist dafür ja schonmal ein guter Einstieg.

Ich nenne mein Spiel also „yromem“ – und ich kann euch versprechen, dass das Basteln und Verschenken dieses Spiel mindestens genauso viel Spaß macht wie das Spielen selbst. Die Idee für dieses Upcycling von Zeitschriftenseiten, Pappe und Schachtel kam mir, als ich mal wieder einen Stapel bereits gelesener Zeitschriften nach brauchbarem Material durchforstete. Ich fand eine Fülle von Motiven, die sich in jeweils zwei Quadrate schneiden ließen – die dann zwar nicht (wie im Originalspiel) genau gleich aussehen, aber eindeutig zueinander passen. Und weil ich zufällig gerade zu einer Feier zwecks Verabschiedung in den Ruhestand eingeladen war und noch nach einer passenden Geschenkidee suchte, machte ich mich gleich ans Werk. Denn was könnte besser passen als ein Spiel, das einem (Un)Ruheständler ein wenig Kurzweil bei gleichzeitigem Gehirntraining bietet? 😉

20180309_155120

Der Herr, dem ich meine Erstausgabe „yromem“ schenkte, gehörte in seinem aktiven Berufsleben der schreibenden Zunft an, so dass ich für dieses Spiel ausschließlich Motive mit Schriftzügen auswählte. Ich sammele aber bereits fleißig für eine neue Version mit Bildern – denn „yromem“ habe ich nicht zum letzten Mal verschenkt. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass ich noch häufiger die Gelegenheit haben werde, jemandem zum Abschied in den Ruhestand etwas schenken zu dürfen. Und wenn du vorausschauend sammelst, kannst du für deine Version vielleicht sogar zum (ehemaligen) Beruf passende Motive verwenden. Und für Kinder ist dieses Spiel natürlich auch eine Riesenfreude. Viel Spaß beim Sammeln!

20180410_140641_2

Zum Verschenken des Spiels brauchst du außer den Karten (bei mir sind es wie im Original 33 Kartenpaare) auch noch eine passende Schachtel. Da ich alles sammele, was ich vielleicht eventuell möglicherweise noch einmal gebrauchen könnte, habe ich schnell eine passende Verpackung gefunden – die ich für diesen Fall in Decoupage-Technik rundherum mit Zeitungsschnipseln beklebt habe. Der Name des Spiels besteht aus ausgeschnittenen und aufgeklebten Buchstaben aus Zeitungen und Prospekten. Solltest du keine passende Verpackung zur Hand haben, kannst du dir eine Schachtel aus Pappe selber bauen.

Hier bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Schritte bei der Kartenherstellung als Video. Hinweis: Ich demonstriere dir in dem Video die Schritte für ein Spiel mit gegenständlichen Bildern, gleichzeitig zeige ich aber ein fertiges Spiel, das ausschließlich aus Schriftbildern besteht. Warum? Weil ich das Spiel mit den Schriftbildern bereits vollendet und auch schon verschenkt habe (s.o.). An dem anderen arbeite ich noch.

Hier das Video – die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Karten findest du weiter unten.

Und für alle, die am liebsten sofort loslegen oder sich die Anleitung für später merken wollen, habe ich hier auch ein Schritt-für-Schritt-Tutorial in zwei Varianten:
Entweder du lädst sie dir hier direkt als PDF herunter >>
oder du schaust sie dir in besonders hübscher Form (zum Blättern) bei issuu als eMagazine an.

Viel Spaß beim Nachmachen und gutes Gelingen!

 

Werbeanzeigen

Scherben machen glücklich

Zerbrochener Teller wird zum belesenen Blumenuntersetzer

Die schönsten Ideen liefert ja meistens das Leben, das einem so Tag für den Tag über den Weg läuft. So auch bei diesem Projekt:

Am Rande einer Vereinssitzung wurden kleine Töpfchen mit zierlichen Stiefmütterchen verteilt, die von einer größeren Aktion übrig geblieben waren. Ich ergatterte eines in meiner Lieblingsfarbe und umwickelte das Töpfchen für den Transport nach Hause mit einem nicht mehr benötigten, bedruckten Recyclingpapier. Zuhause angekommen stellte ich das Töpfchen samt Einwickelpapier erstmal irgendwo hin – es war bereits spätabends und einen passenden Übertopf hatte ich nicht.

Am nächsten Morgen grinste mich von meinem Tisch im Werkraum die zerbrochene Untertasse an, die ich am Vortag in der Küche produziert hatte. Wegwerfen kam für mich selbstverständlich nicht in Frage, eine spontane Idee für einen Wiederbelebungsversuch hatte ich aber zunächst nicht. Nun kam die Idee von selbst.

teller_blumentopf

Bei Tageslicht besehen fand ich nämlich das Stiefmütterchen in dem Einwickelpapier recht hübsch. Das Papier war jedoch nicht mehr zu gebrauchen, weil bereits durchweicht. So kamen dann die Untertasse und mein Vorrat an alten, leicht vergilbten Büchern vom Flohmarkt in meinem Kopf zusammen. Und ich startete schnell mit dem Zusammenkleben der Scherben…

Vielleicht gehörst du auch zu denjenigen, die gern erstmal einen Überblick in die Vorgehensweise gewinnen, bevor sie in die detaillierte Anleitung einsteigen? Oder als Inspiration zu eigenen Projekten reichen dir meist ein paar Skizzen? Dafür gibt es an dieser Stelle ein Kurzvideo mit den wichtigsten Arbeitsschritten. Und weiter unten findest du dann die ausführliche Anleitung.

Lust auf mehr? Dann kannst du dir gern die ausführliche Anleitung anschauen. Dafür biete ich dir zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder du lädst sie dir hier direkt als PDF herunter >>
oder du schaust sie dir in besonders hübscher Form (zum Blättern) bei issuu als eMagazine an.

Viel Spaß beim Nachmachen und gutes Gelingen!

blumentopf_1200