Für alle Fälle eine Schachtel

Aus Pappkarton und Nassklebeband werden stabile Schachteln und Kisten

Eines meiner DIY-Lieblingsbücher ist „Catch, Cut & Fold“ des Designerduos SOSUMI (anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich um ein deutschsprachiges Buch). Seit ich es besitze, hat sich mein Spektrum an selbstgemachten Dingen aus der Abteilung „Nützliches für Haus und Haushalt“ deutlich vergrößert. Denn die Idee hinter dem Buch ist so einfach wie grandios: Aus gewöhnlichem Pappkarton werden Kleinmöbel, Schachteln, Kisten, Tabletts, Mappen, Ordnungshelfer, Geschenke und vieles mehr. Nassklebeband macht’s möglich. „Für alle Fälle eine Schachtel“ weiterlesen

YROMEM: Geschenk für den Abschied in den (Un)Ruhestand

Gehirntrainer selbstgemacht

Wer rückwärts lesen kann, ist im Vorteil: Das berühmte Gedächtnisspiel (mit dem Ziel, verdeckte zueinander passende Kartenpaare zu finden) aus dem Hause Ravensburger heißt von hinten nach vorn gelesen „yromem“. Da der Verlag den Namen des Spiels gesetzlich geschützt hat, darf er in der Vorwärts-Version von Nachahmern nicht benutzt werden. Das macht aber nichts. Schließlich soll dieses Spiel ja die Gehirnzellen in Schwung bringen (oder halten) – und Rückwärtslesen ist dafür ja schonmal ein guter Einstieg.

Ich nenne mein Spiel also „yromem“ – und ich kann euch versprechen, dass das Basteln und Verschenken dieses Spiel mindestens genauso viel Spaß macht wie das Spielen selbst. Die Idee für dieses Upcycling von Zeitschriftenseiten, Pappe und Schachtel kam mir, als ich mal wieder einen Stapel bereits gelesener Zeitschriften nach brauchbarem Material durchforstete. Ich fand eine Fülle von Motiven, die sich in jeweils zwei Quadrate schneiden ließen – die dann zwar nicht (wie im Originalspiel) genau gleich aussehen, aber eindeutig zueinander passen. Und weil ich zufällig gerade zu einer Feier zwecks Verabschiedung in den Ruhestand eingeladen war und noch nach einer passenden Geschenkidee suchte, machte ich mich gleich ans Werk. Denn was könnte besser passen als ein Spiel, das einem (Un)Ruheständler ein wenig Kurzweil bei gleichzeitigem Gehirntraining bietet? 😉 „YROMEM: Geschenk für den Abschied in den (Un)Ruhestand“ weiterlesen

Gürteltäschchen für Kaffeefans…

… oder wie man eine Kaffeetüte in eine Geldbörse verwandelt

Am Anfang war die Frage: Wohin mit meinem Brillenputztuch? Am Ende die überraschende Antwort : In ein praktisches Täschchen, das sich auch als Geldbörse und Gürteltäschchen hervorragend macht.

Ehrlich, ich wollte mir nur ein kleines Etui als Unterschlupf für mein Brillenputztuch basteln – letzteres lungert sonst immer irgendwo in meiner Tasche rum und wird dabei schneller schmutzig als die Brille das verträgt. Das Material für das Etui stand für mich bereits fest, bevor ich auch nur ansatzweise eine Idee hatte, wie ich meinen Plan umsetzen sollte: die Folie einer Kaffeetüte sollte es sein. Denn aus anderen Projekten weiß ich, dass diese aus einem äußerst vielseitigen, stabilen und leicht zu verarbeitenden Material besteht – Kunststoff und Alu (nehme ich jedenfalls an). Das ist nun sicher nicht das umweltfreundlichste Material, aber da sogar Bio-Kaffee (ganze Bohne, 1000 g) darin verpackt ist, fürchte ich, dass es (noch) keine bessere Alternative gibt.

Und dann habe ich einen halben Tag lang am laufenden Band Schmierpapier probe-gefaltet, um irgendwie ein Täschchen zu produzieren, das für meine Zwecke geeignet wäre. Ich wollte es auf keinen Fall kleben – das vermeide ich erstens sowieso gern und zweitens lässt sich dieses Material mit lösemittelfreien Klebern nicht verbinden.

Und nach was-weiß-ich-wie-vielen ungeeigneten Versuchen kam ich dann endlich auf eine erfolgversprechende Faltung – Grundlage war eine relativ einfache Faltung für eine Geldbörse, die ich vor längerer Zeit mal ausprobiert hatte. Das Format gefiel mir aber nicht so gut, so dass ich lediglich ein Probeexemplar für meine „Origami-Musterkiste“ anfertigte. Und da fand ich das Täschchen dann wieder. Nach vielen Versuchen hatte ich dann schließlich ein Papierformat gefunden, das als Ergebnis genau die Größe an Täschchen hervorbrachte, die ich mir vorgestellt hatte. Und nachdem das kleine Kunstwerk fertig war und ich es von allen Seiten ausgiebig betrachtet hatte, wusste ich: Da geht noch was! „Gürteltäschchen für Kaffeefans…“ weiterlesen

Schmückende Eierkartons

Blümchen und Serviettenringe aus zerschnippelten Eierkartons

Also, Eierkartons gehörten bis vor Kurzem selbst für mich ins Altpapier. Alle Bastelideen, die ich bisher dazu kennengelernt hatte, sahen mir viel zu sehr nach Eierkarton aus. Und ich mag ja am allerliebsten Upcycling-Projekte, denen man am Ende nicht auf den ersten Blick ansieht, was sie mal waren.

Und dann kamen zwei kleine Ereignisse zusammen.

 

Erstens sah ich in einer Zeitschrift ein neuartiges System, um aus Servietten so eine Art Blume mit Stiel zu formen – aus Plastik. Ich war entsetzt. Aber weil es trotzdem ganz dekorativ aussah, hat sich die Idee mit der Blüte in meinem Kopf festgesetzt. Und ich nahm mir vor, bei Gelegenheit mal dran lang zu denken. „Schmückende Eierkartons“ weiterlesen

Zufallskunst: Rosenfarbe und Efeublatt

Viele meiner Kunstwerke entstehen mehr zufällig als absichtlich – und das liegt sicher daran, dass ich eigentlich ständig am Experimentieren bin. Neugierde ist meine treibende Kraft und ich probiere alles Mögliche und Unmögliche aus. „Zufallskunst: Rosenfarbe und Efeublatt“ weiterlesen

Scherben machen glücklich

Zerbrochener Teller wird zum belesenen Blumenuntersetzer

Die schönsten Ideen liefert ja meistens das Leben, das einem so Tag für den Tag über den Weg läuft. So auch bei diesem Projekt:

Am Rande einer Vereinssitzung wurden kleine Töpfchen mit zierlichen Stiefmütterchen verteilt, die von einer größeren Aktion übrig geblieben waren. Ich ergatterte eines in meiner Lieblingsfarbe und umwickelte das Töpfchen für den Transport nach Hause mit einem nicht mehr benötigten, bedruckten Recyclingpapier. Zuhause angekommen stellte ich das Töpfchen samt Einwickelpapier erstmal irgendwo hin – es war bereits spätabends und einen passenden Übertopf hatte ich nicht.

Am nächsten Morgen grinste mich von meinem Tisch im Werkraum die zerbrochene Untertasse an, die ich am Vortag in der Küche produziert hatte. Wegwerfen kam für mich selbstverständlich nicht in Frage, eine spontane Idee für einen Wiederbelebungsversuch hatte ich aber zunächst nicht. Nun kam die Idee von selbst. „Scherben machen glücklich“ weiterlesen